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Solidarität mit Geflüchteten weltweit - Fluchtursachen bekämpfen statt Schutzsuchende drangsalieren

Zum Tag des Flüchtlings am 20. Juni erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Steffi Pulz-Debler:

 

„Der Weltflüchtlingstag erinnert uns an eine fundamentale Wahrheit: Niemand flieht freiwillig. Hinter jeder Fluchtgeschichte stehen Krieg, Verfolgung, existenzielle Not oder die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch den Klimawandel. Hinter jedem dieser Menschen stehen Träume, Hoffnungen auf ein besseres Leben und unfassbarer Mut.

 

Laut aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen befinden sich 117 Millionen Menschen auf der Flucht. Mit sich zuspitzenden Konflikten, zunehmender Drastik der Klimakrise und damit einhergehenden Naturkatastrophen und Versorgungsnöten werden in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Menschen dazu gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Schutz für Menschen in Not ist Menschenrecht und eine völkerrechtliche Pflicht. Für uns ist klar, dass alle Menschen das Recht haben sollten, dort zu leben, wo sie möchten. Doch solange Menschen gezwungen sind zu fliehen, bleibt es unsere Pflicht, ihnen ein sicheres und würdevolles Leben zu garantieren.

 

Wir erleben derzeit einen beschämenden Überbietungswettbewerb bei Asylrechtsverschärfungen, der die wahren Probleme völlig ausblendet. Wir sind alle weltweit miteinander verbunden, und wir dürfen nicht länger die Augen davor verschließen, dass vor allem der globale Süden seit Jahren unter den Folgen unfairer Handelspolitik, den immensen Klimaemissionen des reichen Westens und den tiefen Nachwirkungen von kolonialer Ausbeutung, Benachteiligung und willkürlicher Grenzziehung leidet. Aus dieser historischen und gegenwärtigen Ungerechtigkeit erwächst eine direkte Verantwortung, für die wir einstehen müssen. Wer Migration nachhaltig gestalten will, muss endlich die Fluchtursachen bekämpfen, anstatt Schutzsuchende mit administrativen Verschärfungen zu drangsalieren.“

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