Solidarität zeigen, Fluchtursachen bekämpfen
Zum morgigen internationalen Tag der Migrant:innen erklärt die integrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Steffi Pulz-Debler:
„Menschen auf der Flucht gilt unsere besondere Solidarität. Vor wenigen Monaten war ich entlang der Balkanroute unterwegs und habe mir die Situation geflüchteter Menschen mit eigenen Augen angeschaut. Die Eindrücke wirken bis heute nach: Von Polizeigewalt durch kroatische Polizeibeamt:innen bis hin zu Todesfällen infolge illegaler Pushbacks – die Härte und Brutalität von Fluchtgeschichten erschüttert mich nach wie vor.
Niemand flieht freiwillig. Fluchtursachen sind vielfältig und sie werden sich weiter verschärfen. Der Klimawandel wird in den kommenden Jahren zu einem noch stärkeren Fluchtfaktor werden und muss endlich als legitimer Fluchtgrund anerkannt werden. Unsere westliche Lebensweise und der nahezu ungehemmte CO₂-Ausstoß von Industrienationen wie Deutschland tragen wesentlich dazu bei, dass sich die globale Erderwärmung rasant beschleunigt. Besonders betroffen sind Länder des globalen Südens – erneut diejenigen, die am wenigsten Ressourcen haben.
Wir möchten heute daran erinnern, was für ein großes Privileg es ist, in Frieden, Demokratie und relativer klimatischer Sicherheit zu leben – und in einem globalen Vergleich sehr wohlhabenden Land.
Aus diesen Privilegien erwächst Verantwortung. Wir dürfen nicht wegschauen. Notwendig sind aus unserer Sicht: eine konsequente, sozial gerechte Klimapolitik frei von Lobbyinteressen, die Stärkung statt Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit sowie der klare politische Wille, Fluchtursachen und nicht Geflüchtete zu bekämpfen.“
